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Es stehen Konfirmationen an.

Beides Nichten. Verwandschaft seitens des Mannes.

Eine findet am 23.04. statt. Die mussten wir absagen, da wir auf einer Landesmeisterschaft (Bogenschießen) sind. Dummerweise hat der Mann sich auch noch für die Teilnahme des Niedersachsen-Kaders am Deutschlandpokal angemeldet, wenn er da nicht startet wird die ganze Mannschaft nicht gewertet.

Ich habe da dann bei meiner Schwägerin angerufen und ihr mein Leid geklagt. Sie war ganz offen und sagte, das sei schon sehr schade, aber bei so einer Sache mitzumachen wäre bestimmt auch ganz toll. Wir haben dann abgemacht, dass wir das Wochenende nach der Konfirmation Essen gehen. Damit war dann auch die Konfirmandin zufrieden.

Der Prinz und die Prinzessin fahren natürlich stellvertretend für uns dorthin. Die Prinzessin hat ja nun schon fast ein Jahr einen Freund, der auch teilweise bei uns wohnt. Den kenne die Familie zwar noch nicht, aber er ist natürlich auch ganz herzlich eingeladen. Sie freuen sich, ihn kennen zu lernen.

Konfirmation Nummer 2 (also eigentlich Nummer 1) findet am 03.04. statt. Wir sind zeitgleich aber auch zur Goldenen Hochzeit von unseren Trauzeugen eingeladen. Nun haben wir abgemacht, dass der Mann zur Konfirmation fährt, denn es ist ja schließlich seine Familie, und ich zur Goldenen. Der Prinz fährt auch mit zur Konfirmation. Die Prinzessin nicht, weil die ihren Freund nicht mitbringen darf. Und wie sie nun mal so ist, findet sie das blöd und wer die Liebe ihres jetzigen Lebens nicht akzeptiert, der braucht auch nicht mit ihr zu rechnen.

Nun ist die Konfirmandin so etwas von enttäuscht und traurig. Die Mutter schrieb, das wäre jetzt eine weitere Enttäuschung in dem Leben ihrer Tochter und diese müsse sie erstmal verarbeiten.

Ok. Ich kann es nicht ändern. Das ich nicht da bin, wird das Kind wohl verschmerzen, da es mir in den letzten 15 Jahren vielleicht 3x „Hallo“ gesagt hat (wir haben uns aber mindestens 7 Mal im Jahr gesehen). Ich glaube, mit Namen hat es mich noch nie angesprochen und meine Fragen wurden ignoriert. Die Prinzessin hat sie bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr gesehen. Auf Geburtstagsfeiern von uns glänzen sie regelmäßig mit Abwesenheit. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand von ihnen jemals auf einer meiner Geburtstag war. Allerdings regen sie sich jetzt auf, dass ich seit sieben Jahren nicht mehr einlade.

Der Mann macht jetzt gerade Stress, dass es sich gehören würde, das die Prinzessin hin geht. Ich finde, mit fast 17 darf sie das selber entscheiden. Auch glaube ich, dass wenn wir sie zwingen würden, sie die Feier etwas verreißen würde…

Nun sind wir einmal mehr unten durch… …ich kann damit leben. Besser vielleicht, als wenn ich dort hingehen würde. 😉

Ich hole mal wieder ein bisschen aus.

Im letzten Jahr hatte meine Mutter ihren 76. Geburtstag (logischerweise). Eine handvoll Tage vorher rief sie, die immer einlädt und viel Gewese um den Ehrentag macht, mich an und erzählte mir, dass in diesem Jahr die Feier ausfallen würde, da ihr Hund operiert werden müsse und es für diesen viel zu viel Stress sein würde, wenn wir alle zu Besuch kommen würden. Auf die Frage, was denn der arme Hund hätte, meinte sie dann, es wäre nicht so schlimm. Sie würde sterilisiert.

Das ist ja eigentlich eine planbare OP und nichts akutes. Die hätte man ja auch eine Woche später machen können, denn Mutter braucht sich ja an keine Termine halten, da sie nicht arbeitet und auch keinen Partner hat.

Na gut, wir nahmen die Ausladung hin. Ärgerten uns ein wenig, dass wir an diesem Wochenende ein Turnier ausfallen lassen mussten.

Das ganze jährt sich nun.

Mitte Januar klingelt mein Telefon:

Sie: Hallo Rainbow? Hier ist Mutti…

Ich: Hallo Mama, was gibt es…

Sie: Du weißt doch, ich habe dann und dann Geburtstag.

Ich: Ja?!

Sie: Da feiere ich nicht. Ich möchte Euch alle am 07.02. in das und das Cafe einladen zum Frühstück.

Ich: Das ist ja nett…

Sie: Ja, ich dachte, das wäre mal etwas anderes. Sagst Du mir noch bescheid ob die Kinder mitkommen.

Dann noch ein wenig Smalltalk…

Nun war es auch diesmal wieder so, dass wir bei einem Turnier, welches über zwei Tage ging, nur den Samstag genannt hatten. Da das Wetter nicht so gut war und einige Schützen nicht gestartet sind, konnten wir uns nun noch kurzfristig Startplätze für den Sonntag sichern.

Wir kommen am Sonntag Abend müde nach Hause. Ich versorge noch die Pferde und rufe dann die Mutter an.

Sie: Ja? Hallo?

Ich: Hallo Mama, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute!

Sie: *VORWURFSVOLL* Danke, aber Kind, wo warst Du denn?

Ich: Ähm, wie wo war ich? Du hast und doch für nächsten Sonntag eingeladen…

Sie: *wieerkläreicheseinemdummenkindtonfall* Ja, aber an dem Tag habe ich doch keinen Geburtstag, der ist ja nun mal heute. Dein Bruder hat auch vormittags angerufen und gesagt, er kommt natürlich zum Kaffee, DAS lässt ER sich nicht nehmen. Ich hatte Kuchen da und habe den Tisch gedeckt und Du warst nicht da.

Ich: Du hast doch aber angerufen und gesagt Du feierst Deinen Geburtstag eine Woche später… …dann hättest Du ja mal was sagen können…

Sie: Zum Geburtstag lädt man nicht ein, Menschen die einen gern haben, kommen so vorbei…

Ich: *fassungslos* Du hast doch aber eingeladen! Und dann gehe ich davon aus, dass du an Deinem Geburtstag nichts machst…

Sie: Na wenn DU DAS so siehst… *vorwurfsvolle Stille*

Ich: Na dann wünsche ich Dir noch einen schönen Tag, die Kinder wollen auch noch mit Dir telefonieren. Tschüss Mama…

Sie: Ja, Tschüss…

Ich werde wütend, fühle mich im Recht und komme mir von ihr vorgeführt vor. Sie schafft es doch immer wieder – irgendwie – auch wenn sie absolut im Unrecht ist. Die Schwester hat auch nur angerufen und es ging der AB ran.  Da hatte sie ja mal Glück…

 

Dazu habe ich zum letzten Weihnachtsfest eine schöne Geschichte gehört:

„Ein Paar bekam Zwillinge. Vom Aussehen her glichen sie sich wie ein Ei dem anderen, der einzige Unterschied war, der eine Junge war immer pessimistisch und der andere Junge war immer optimistisch.

Dem kleinen Pessimisten konnte man nie etwas Recht machen. Irgendwie fand er immer etwas, was auch gute Dinge im schlechten Licht erschienen lies. Der kleine Optimist konnte auch an schlechten Tagen jeder Situation noch etwas positives abgewinnen.

Eines Tages wollte der Vater einen Test durchführen. Es war an Weihnachten. Dem Pessimisten stellte er das ganze Zimmer voll mit Geschenken die wunderschön eingepackt waren. Alles was ein Jungenherz höher schlagen lies. Dem Optimisten legte er einen Pferdeapfelhaufen mitten ins Zimmer.

Am nächsten Tag ging der Vater in das Zimmer des Pessimisten. Dieser saß schmollend zwischen den Paketen. Einige hatte er schon ausgepackt. Der Vater fragte ihn daraufhin: „Sohn, was bist Du so schlechter Dinge? Gefallen Dir Deine Geschenke nicht?“ Der Sohn gab zur Antwort: „So viele Geschenke, die anderen Kinder werden alle neidisch auf mich sein. Auch muss ich das ganze Papier wegräumen und die Spielsachen. Und wenn etwas kaputt geht? Ach, das gefällt mir so gar nicht!“

Der Vater schloss die Tür und ging zu seinem anderen Sohn. Dieser tanzte vergnügt mit vor Freude glänzenden Augen und roten Wangen um den Haufen Pferdeäpfel. Der Vater fragt ihn verwundert: „Sohn, warum freust Du Dich denn so?“ Daraufhin antwortet der Sohn: „Papa, schau nur, dieser Haufen, irgendwo im Haus muss ein Pony sein…““

Verfasser unbekannt

Happy Birthday…

…vollkommen nichtsahnend schaut man hier seit Wochen mal wieder vorbei und was sieht man, man hat Geburtstag.

 

Dazugehörigkeit

 

Heute vor 4 Jahren habe ich mich bei WordPress registriert. Ist die Space-Zeit wirklich schon soooo lange her? Unglaublich…

Ein Dankeschön geht an meine Freunde hier, die trotzdem noch vorbeischauen, wenn ich mal auf Durchreise hier bin. 

Liebe Grüße,

Rainbow

R.I.P. Boomer

Der Hund von meiner Mutter ist heute Nacht gestorben und das tut mir für sie sehr leid. Sie ist ja nun alleine. Sie hatte ihn ja quasi behandelt wie einen Menschen…

Das ist das EINE, das ANDERE ist, ich bin nun wieder die böse…

Heute am Morgen (es ist der einzige freie Tag den ich habe und ich wollte mal ausschlafen…) steht die Mutter um 06.45 Uhr vor der Tür. Vielleicht war sie auch schon eher da? Sie macht einen verwirrten Eindruck. Zittert. Weint. 

Der Mann trifft als erstes auf sie. Nur langsam kann er ihr entlocken, dass ihr Hund in der Nacht gestorben sei. Sie möchte ihn nicht zum Abdecker bringen, ob sie ihn hier auf dem Grundstück beerdigen darf. 

Er holt mich aus dem Bett und überlässt mir die Sache. (DANKE!!!)

Sie weint immer noch. Ich sage ihr, das es mir leid tut. Nehme sie in den Arm. Ich sage ihr, sie kann den Hund hier beerdigen. Der Hof ist groß genug, sie muss nur jemanden finden, der ein Loch buddelt. 

Der Mann kommt erst heute Abend spät wieder rein und hat Rücken. Der Sohn fährt gerade vom Hof, er muss auch arbeiten. Und ich kann in dem schweren, harten Lehmboden kein Loch buddeln. 

Ich muss auch erst überlegen, wo Boomer hin kann. Denn auch wenn das Grundstück groß ist, kann ich ihn ja nicht mitten auf der Wiese beerdigen. Das ist giftig für die Pferde (Botulismus), außerdem sacken sie nachher ein und brechen sich noch etwas. An dem einen Stallgebäude unter einen Holunderbusch wäre eine gute Stelle. 

Die Mutter findet das auch. Da liegt er schön im Schatten. Er hat ja immer so doll gehechelt in der Sonne und die Tränen fließen schon wieder.

Sie tut mir so leid. Es muss schlimm sein, in eine ganz leere Wohnung zu kommen. Ich nehme sie nochmal in den Arm.

Dann fragt sie, wo sie den Hund denn erstmal hinlegen könne? Er könnte ja nicht den ganzen Tag im Wohnzimmer liegen.

Ich sage ihr, dass sie erst jemanden holen muss, der ein Loch gräbt uns sie Boomer dann bringen könnte.

So leid sie mir auch tut, aber wenn er hier erstmal liegt, dann darf ich mich auch um die Beerdigung kümmern. Ich kenne sie, sie würde später anrufen und sagen, sie hätte niemanden gefunden. Außerdem macht Lucie sich alle Türen auf und die Fenster im Stall sind ausgehängt. Nachher gehen Hund und Katzen an Boomer. Und er hatte Fieber. Vielleicht etwas ansteckendes? Dann werden meine Tiere auch noch krank…

Sie schnappt sich einen Spaten von der Wand und will selber buddeln. Sie ist 75 Jahre alt und hat Asthma. Sie keucht schon beim Gehen über die Wiese. Ich nehme ihr den Spaten weg.

Sie wird wütend. Geht schnell zum Auto und rast davon ohne ein weiteres Wort.

Jetzt bekomme ich schon ein klein bisschen ein schlechtes Gewissen. Aber was sollte ich denn machen. Den vorletzten Hund hat sie einfach in der Tierklinik gelassen, obwohl es nur ein Dackel war und meine Schwester ihn auf ihrem Hof beerdigt hätte. „Ich fahre doch nicht die ganze Strecke (60 km) mit einem toten Hund im Auto!“ waren ihre Worte und stapfte aus der Tierklinik.  Zu Hause heulte sie dann wie ein Schlosshund. Zwei Tage später „lieh“ ich ihr 300 DM für einen neuen Hund. Das Geld hatte ich mir von meinem Taschengeld zusammen gespart und habe es bis heute nicht wieder gesehen. Gut das ist eine andere Geschichte…

Ich rufe den Mann an und erläutere ihm die Sachlage. In dieser Zeit hat die Mutter angerufen und auf die Mailbox gesprochen. Sie bringt den Hund jetzt auf den Tierfriedhof vom Tierheim in der Nähe. Sie bekommt ihn aber nicht ins Auto. 

Es ist ein Neupfundländer-Labrador-Mix. Wiegt bestimmt 40 Kilo. 

Ich brause schnell vorbei. Als ich bei ihr ankomme steht sie plaudernd bei den Gemeindepflegern, die das Beet vor ihrem Haus entkrauten. Die hätten ihr dabei bestimmt auch geholfen…

Naja, nun bin ich ja da… 

Boomer liegt da, als ob er schläft. Nur eine Pfote sieht ein bisschen unnatürlich abgeknickt aus. Ich streichele ihm kurz über sein Fell. Fast in der Erwartung, das er gleich den Kopf hebt. Aber er ist kalt und ganz steif…

Die Mutter fragt mich, ob er wirklich tot ist. Ich schaue sie nur an und sage: „Ja!“

Wir legen eine Decke hinter ihn, sie hebt den Kopf an und der ganze Hund, der steif wie ein Brett ist, kommt mit hoch. Wir drehen in vorsichtig auf die andere Seite und so liegt er auf der Decke und wir können ihn ins Auto bringen. 

Sie bekommt einen Asthma-Anfall vor Trauer und vor Anstrengung. Es waren gerade mal 10 Meter bist zum Auto und sie wollte graben?

Ich gebe ihr ihr Spray und nach einigen Augenblicken geht es wieder.

Sie will nicht, das ich mitkomme und fährt mit dem toten Hund im Auto los…

 

Konfirmation der Prinzessin

Die Prinzessin hatte Konfirmation und die ganze Familie, Patentante und Patenonkel wurden zur Kirche und zum Essen eingeladen.

Rückblende:

Konfirmation des Sohnes: Netterweise haben wir die Oma, meine Mutter, eingeladen, mit uns zu fahren. Das Restaurant ist gut 30 Fahrminuten von zu Hause entfernt. Kurz nach dem Essen wollte sie dann nach Hause. Wir haben sie dann freundlich darauf hingewiesen, dass wir die Party schmeißen und keiner von uns 1 Stunde Zeit hat um sie nach Hause zu fahren. Fotos von diesem Tag zeigen deutlich, dass sie ab 18.30 Uhr eine Schippe zieht, die einem noch nachträglich die ganze Feier versauen kann. Wir bösen Kinder… …ein Angestellter des Restaurants hat sie dann mit nach Hause genommen um 19.45 Uhr.

Weiteres Ärgerniss: In der Kirche sind 14 Plätze reserviert für die Familie. Wir sind mit Taufpaten aber 25 Personen. Da wir um die reservierten Plätze wissen, kommen wir dementsprechend spät und bekommen keinen reservierten Platz mehr ab, weil schon die ganze Familie vom Mann dort sitzt, diese auch ihre Kinder nicht auf den Schoß nehmen können. Da man keinen Aufstand in einer propevollen Kirche macht, gehen wir auf den „Balkon“ und können kaum etwas sehen.

Konfirmation des Neffens: Der Oma, meine Mutter wieder mal, gar nicht erst angeboten, sie mitzunehmen, da sie ja eh eher nach Hause möchte. Wir kommen an der Kirche an. Wer ist nicht da? Die Oma. Ich rufe sie zu Hause an. Nichts. Ich rufe sie über Handy an. Nichts. Langsam macht man sich ja Sorgen. Ist da etwas passiert. Da die Kirche sehr klein ist, müssen wir draußen warten. Ich überlege, ob ich die 30 km fahren soll. Kurz vor dem Auto klingelt mein Handy. Meine Mutter. Auf die Frage, wo sie denn sei, antwortet sie: „Ich war beim Aldi, jetzt gehe ich noch mit dem Hund raus. Wieso?“ Ich: „Heute ist Konfirmation von J., hast Du das vergessen?“ Sie: „Nein, die ist morgen. Konfirmationen sind immer Sonntags!“ Ich: „Ok, dann haben sich 25 Konfirmanden, ihre Familien und der Pastor vertan… “ Als wir dann im Restaurant sind, kommt sie dort an und tischt die Lüge auf, dass ihr Hund krank geworden sei und sie unbedingt noch zum Tierarzt musste. Bisschen doof nur, dass ich schon die Story anders erzählt hatte. Natürlich verließ sie auch vor allen anderen die Feier.

Neuzeit:

Was lehrt uns das? Der Termin der Konfirmation steht fest. Der Mann wird gleich zur Seite genommen und ich sage ihm, dass er, so gutmütig er auch sei, bitte nicht der Oma (meiner Mutter – dumdidum ) anbieten soll, das wir sie abholen. Außerdem sage ich der Prinzessin, sie solle die Oma noch einmal anrufen, damit sie daran denkt, dass die Konfirmation am Samstag ist. Sie erreicht sie nicht persönlich, spricht ihr aber auf das Band. 

Am Tag der Tage kommt die Oma mit dem Wagen an, als wir gerade ausgestiegen sind. Ich winke ihr lächelnd zu. Sie zieht einen Flunsch und hebt kurz die Hand nur um dann genervt und schlecht gelaunt wieder wegzuschauen. Ich denke, das muss ich mir nicht antun und gehe schon mal Richtung Kirche. Wahrscheinlich ist sie sauer, weil ich am Muttertag nicht angerufen habe. 

Sie kommt zur Kirche und faucht mich an, ob wir meinen, sie sei senil. Sie wüsste ja wohl, wann sie zur Konfirmation eingeladen sei. Hm ich überlege kurz, ob ich mich auf eine Debatte einlassen soll, aber ob der vielen Leute um uns herum und auch, weil ich meiner Tochter den Tag nicht versauen will, halte ich meinen Mund.

Ich lächel sie milde (hoffe ich) an und hauche ihr einen Kuss auf die Wange.

Ich: „Schön dass Du da bist!“

Sie: „Ich habe die ganze Zeit gewartet, dass ihr mich abholt. Dein Mann hat mir das zugesagt!“

Ich: „Das glaube ich nicht, da wir uns einig waren, dass wir Dich nicht mitnehmen können, weil Du ja wieder früh nach Hause willst!“

Sie: „Ich will gar nicht früh nach Hause, wer sagt denn so was?“

Ich: „Auf den letzten Konfirmationen war es so. Ist aber auch egal. Du kannst ja selber fahren.“

Sie: „Ich weiß aber nicht, wie ich zu dem Restaurant komme!“

Ich: „Nach der Kirche fahren wir dort am Ende der Straße rechts ab und dann können wir im Konvoi fahren!“

Das gefiel ihr.

Wir gehen in die Kirche. Ich hatte natürlich schon vorher die Verwandten vom Mann angerufen und ihnen mitgeteilt, dass wir diesmal in der kleinen Kirche feiern und nur 7 reservierte Plätze haben und zwar für Mutter, Vater, Bruder, Oma, Oma, Patentante, Patenonkel und dass alle anderen sich woanders Plätze suchen müssen.

Ich setzte mich in die reservierte 3. Reihe und kurz darauf kommt die Oma (diesmal die Mutter vom Mann) mit 4 Enkelkindern im Schlepptau, die sich alle in die Reihe setzen wollen. Hallooooo. Warum habe ich vorher mit der Familie telefoniert??? Ich sage der Oma, sie könne sich hinsetzen, allerdings die Enkelkinder nicht. Schon stapft sie beleidigt davon und erzählt dem Mann, ich hätte sie weggeschickt, die Plätze seien nur für meine Familie. Der Vorfall ist schnell geklärt. Sie hat es nicht richtig verstanden, weil sie ihr Hörgerät vergessen hat, und entschuldig sich. 

Bis 16.00 Uhr geht der Gottesdienst, der wirklich schön gestaltet ist. Lea, und natürlich auch alle anderen Konfirmanden und Konfirmandinnen sehen wunderschön aus. Es ist recht feierlich. 

Am Ende gehen wir zu unseren Autos, steigen ein und fahren zur verabredeten Stelle und warten… und warten… und warten… und warten… …bestimmt 15 Minuten. Alle sind da, nur die Oma (meine Mutter) nicht. Ich versuche sie über Handy zu erreichen. Ihr Handy ist aus. Der Mann geht noch mal zum Kirchenparkplatz. Ihr Auto ist weg. Und nun?

Wir fahren.

Nach weiteren 15 Minuten macht das Handy des Mannes *bing* und wir bekommen eine Nachricht, das die Oma wieder zu erreichen ist. Ich rufe sie an. Wie ein Kind, was sich verlaufen hat, stundenlang im dunklen Wald rumläuft auf der Suche nach Handyempfang quietscht sie vollkommen hysterisch in den Hörer: “ Haaaaallllllooooo, ich finde das Restaurant nicht!“

Schon regt sich das schlechte Gewissen: „Mama, wo bist Du denn???“

Sie: „Na zu Hause, ich gehe mit dem Hund raus und dann muss er ja um 18.00 Uhr noch seine Zuckerspritze bekommen. Wie lange habe ich denn Zeit bis zum Essen?“

Ohne Worte!!! Da geht sie davon aus, dass wir sie mitnehmen und wahrscheinlich hätte sie dann am 17.30 Uhr (da fingen wir gerade mit dem Essen an) rumgejault, dass sie nach Hause zu ihrem Hund muss. Der würde sonst sterben. Geht es noch? Einer von uns wäre dann über eine Stunde weg gewesen und hätte alles verpasst, oder was?

Ich habe ihr dann den Weg erklärt und sie hat es dann auch gefunden. War aber sichtlich genervt, weil sie sich verfahren hatte und nach dem Weg fragen musste. Dies spiegelt sich auch auf allen Fotos von ihr wieder. Nicht auf einem lächelt sie… Auch hat die Prinzessin nun kein gestelltes Foto mit ihren beiden Omas. Ich kann es aber nicht ändern.

Dann wollte sie keine Vorspeise, der Spargel war zu hart, die Schnitzel zu gut gewürzt und die Erdbeeren vom Nachtisch waren zu süß, der Wein zu kalt und und und.

Dann ist sie sofort nach dem Essen wieder aufgesprungen. Es war noch keine 19.00 Uhr. Sie muss nach Hause. Der Hund ist alleine. Und da sie ihm heute 30 Minuten eher die Spritze gegeben hat, ist sie auf einmal unsicher, ob sie das durfte und wie es ihm denn jetzt nun geht. 

Ich trug es mit Fassung, ich bin es gewohnt, das bei Familienfeiern entweder die eine oder die andere Oma sich daneben benehmen und gebe ihnen nicht die Genugtuung, dass sie merken, wie sehr mich das stört. Schade ist es für die Prinzessin, obwohl sie meint, es sei ein ganz toller Tag gewesen… …und das ist ja auch die Hauptsache!!! 🙂 

Rainbow's Geschreibsel

Haare im Frühlingswind
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Aus dem Winterschlaf erwacht,
der Frühling hat mich erreicht.
Opheliagleich
liege ich in einem Meer aus Gras.
Die Halme wogen wellend im Wind
und branden an meinen Körper.
Der Duft des Frühlings weht zu mir.
Die Bäume stehen blühend
wie riesige Blumenstäuße.
Der Wind zerzaust die Blüten
und lässt die Blütenblätter schwebend
zu Boden tanzen.
Die Sonne kitzelt warm meine Haut.
Wolken nehmen ihre Tropfen mit
und ziehen fliehend
vom Wind getrieben
über den Himmel.
Die ersten Schwalben
spreizen ihre Flügel
meine Augen können ihrem Flug kaum folgen.
Ein Lächeln umspielt die Mundwinkel.
Hände erfassen das Gras.
Mein Herz läuft vor Freude über,
in jeden noch so kleinen Winkel meines Körpers,
weil dies ein Moment perfekten Glücks ist.
 
 

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…aber meistens kommt es anders, als man denkt…

Meine Küche ist mittlerweile 22 Jahre alt. Es ist keine Einbauküche, sondern es sind nur einzelne Schränke. Mir war das damals zu teuer und auch in den Jahren danach hatte ich besseres mit meinem Geld vor, als so eine Schickimickieinbauküche.

Nun rödelt der der Ventilator des Heißluftofens schon ein wenig unrund und die Backofentür knackt und wackelt, wenn man ihn öffnet oder schließt, so dass ich schon mal daran dachte, es sei an der Zeit, mal an einen neuen Herd zu denken. Aber noch funzte er ja, wenn auch im inneren des Backofens nicht überall gleich heiß, wie man am Kuchen oder der Pizza schon bemerken konnte.

Nun gab es am Abend mal wieder Pizza und ich ließ das benutzte Blech auf dem Cerankochfeld stehen. Am nächsten Tag stand auf dem Backblech das große, noch fast volle Nutella-Glas auf dem Backblech. Erst verstaute ich das Glas im Schrank, dann legte ich das Blech zum Abwaschen in die Spüle. Ich nahm den Lappen und wollte das Ceranfeld abwischen und da sah ich es. Das kleine Loch und mehrere Risse in der gläsernen Oberfläche. Na toll. 

Am nächsten Tag auf der Arbeit meinte dann eine Kollegin, manchmal sei das Ceranfeld in der Glasbruchversicherung mit versichert. Sollte ich so viel Glück haben? Nach der Arbeit rief ich meinen Versicherungsmarkler an und siehe da, mein Ceranfeld ist versichert. 

Der nächste Weg führte mich dann in den Elektrogerätefachhandel meines Vertrauens und dort erläuterte man mir dann, dass es kaum noch Standherde geben würde und wenn ich vielleicht doch in den nächsten Jahren eine Einbauküche haben wollen würde, dann wäre es doch jetzt sicher besser, wenn ich einen Einbauküchenherd kaufen würde und einen Einbauküchenherdschrank bei Ikea besorgen würde. Darüber musste ich erst einmal nachdenken. 

Am nächsten Tag fuhr ich nach der Arbeit in ein ortsansässiges kleines Möbelhaus und fragte dort nach. Die nette Küchenfachfrau beriet mich eingehend. Ein solchen Schrank hätte sie für 52,– Euronen und ich könne ihn dann gleich einfach mitnehmen. Ich fragte dann noch nach einzelnen Küchenschränken, denn meine sahen nun wirklich nicht mehr schön aus. Die Scharniere funzten nicht mehr einwandfrei, die Schubladen waren schon mehrfach geleimt und letztendlich geschraubt, weil sie sonst auseinander fielen. 

Ich schaute mich also um. Entschied mich, jetzt doch die ganze Küche zu machen und fragte nochmals nach, ob die Sachen denn auf Lager seien. Die Dame bat mich in ihr Büro und schaute nach. Ja, ich könne theoretisch gleich alles mitnehmen. Dann fragte sie mich, ob sie mir vollkommen unverbindlich mal eine Gegenangebot machen könnte, was die Schränke, die haben wollte, als Einbauküche kosten würden. 

Warum nicht?

Also die einzelnen Schränke lagen so bei 700,– Euro. Dann tippte sie und tippte sie und schwub hatte sie ausgerechnet, die Küche würde 1200,– Euro kosten und die doofe Ecke wäre auch gut ausgenutzt. Die Arbeitsplatte würde in eins durchgehen und alles wäre hübsch. Ganz so begeistert war ich nun nicht, aber sie war ganz feuer und Flamme. Dann meinte sie, damit ich mir das noch besser vorstellen könne, würden wir jetzt die Farben aussuchen. Holz als Seitenwände und weiß die Türen? Ne, weiß wollte ich nicht. Sie gab mir eine Farbkarte. Ich suchte mir Vanille für die Fronten aus und die gute Frau bekam große Augen, sprang von ihrem Sessel auf, nahm mich am Arm und zog mich mit den Worten: „Kommen sie mal mit, sie werden es nicht glauben…“ durch den ganzen Möbelladen. 

Stehen blieben wir vor einer Anhäufung von vanillefarbenden Schränken mit dunklen Buchenseitenwänden. 

Ich: „Ja, genau so etwas, das finde ich gut. Allerdings übersteigt der Preis mein Limit erheblich!“ – ich zeigte auf das Preisschild, auf dem 5899 Euro ohne Elektrogeräte stand.

Sie: „Wissen Sie, dies ist eine Küche, die im Kundenauftrag zusammengestellt wurde. Sie kostet eigentlich 9400,– Euro. 25% mussten die Kunden vor der Bestellung anzahlen und hatten dann später kein Geld mehr, sie ganz zu bezahlen. Jetzt steht sie hier seit 9 Monaten rum und passt in keine Küche. Wir wollten sie jetzt auf 2800,– runter setzten.“

Ich:  „Das tut mir leid, aber so viel Geld habe ich nicht!“

Sie: „Sie könnten auch eine Summe anzahlen und dann in monatlichen Raten abzahlen!“

Ich: „So etwas mache ich nicht. Entweder ich habe das Geld oder ich lasse es bleiben!“

Sie:“Hätten sie denn 1200,– Euro?“

Ich:“Hm, die sind im Moment für solche Ausgaben nicht eingeplant, aber ich denke, das würde ich hinbekommen!“

Sie: „Warten sie einen Augenblick, ich rufe mal eben den Chef an…“

Nach ein paar Minuten kommt sie wieder und eröffnet mir, dass der Chef grünes Licht gegeben hat, für 1200 Euro würde ich alle Schränke, die vorhanden sind, alle Verblendungen, Schienen, Regale, Paneele und und und bekommen. 

Ich bin erstmal Fassungslos. Gibt es so etwas.

Natürlich muss ich so etwas erstmal mit dem Mann absprechen. 

Zu Hause ist der auch gleich Feuer und Flamme. 

Ich mach telefonisch einen Termin zum Ausmessen der Küche ab und einige Tage später kommt jemand und vermisst kostenlos meine Küche. 

Dann steht der Termin mit der Küchenverkaufsfachfrau an und wir setzten drei Stunden lang die einzelnen vorhandenen Küchenteile so in meine virtuelle Küche ein, dass es fast passt. Hier fehlen 34 cm, die mit einem 30 cm Schränkchen und einer Passe ausgefüllt werden, die 14,5 cm Lücke an der Giebelseite der Küche werden mit einer Verblendung  geschlossen. Hier ein Schränkchen, da ein Regal. Dann werden die Hängeschränke zu stehenden Schränken umfunktioniert und der Mann bekommt seinen schon immer gewünschten Tresen. Hallelujah. Leider brauchen wir auch die Arbeitsplatten neu. Da kommen dann noch einmal 900 Euro dazu, so dass wir bei 2100.– Euro sind, was allerdings, wenn man bedenkt, dass die Küche eigentlich über 10000,– Euro kosten sollte, fast geschenkt ist. 

Die Teile werden kostenlos so umgebaut, dass sie bei mir passen und sie werden auch kostenlos geliefert. Ein Kumpel, der Tischler ist, wird sie uns dann aufbauen. 

Da das Gespräch mit der Küchenverkaufsfee gute 3 Stunden gedauert hat und der Mann schon nach 45 Minuten keine Lust mehr auf Küchengesülze hatte, ist er schon mal nach Hause gefahren. 

Am Ende des Verkaufsgespräches frage ich, wann sie Küche liefern würden. 

Sie: „Ich bestelle sofort die nötigen Teile und die werden so in ca. 4-6 Wochen da sein. Dann können wir sofort liefern!“

Oha, das dauert… …man gibt sich die Hände und der Kaufvertrag wird mit einer Unterschrift und einem Händeschütteln besiegelt.

Ich fahre nach Hause. Der Mann steht in der Küche und sagt freudig lächelnd: „Schatz, ich habe schon mal die Vertäfelung abgerissen, leider ist mir dabei die Leiter in den Herd gefallen, der ist jetzt schon unten, zwei Schränke haben wir auch schon ausgeräumt und die sind auch raus… !!!“

NEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN!!! – Jetzt bin ich mindestens noch 4 Wochen ohne Küche. Der Flur, das Wohnzimmer und das Schlafzimmer stehen voller Küchensachen. Ich weiß nicht, in welchen Kartons die einzelnen Dinge sind. *haarerauf*. 

Donnerstag war die vertäfelte Decke schon komplett abgerissen und ich konnte die Dachpfannen von hinten sehen. Freitag wurde dann alles neu isoliert und mit Rigipsplatten ausgestattet. Am Montag soll dann die Bodenluke versetzt werden. Unser Maler war auch schon da und hat mir dicke kleine Farb-Kataloge da gelassen, als ob ich mir vorstellen könnte, welche Farbe zur Küche passt, wenn ich ca. 2 Quadratzentimeter große farbige Kärtchen vergleiche… 

Fotos gibt es erst, wenn die Küche fertig ist… 🙂 

„Nette“ (fast)neue Kollegin…

Ich habe seit kurz vor Weihnachten eine sehr sehr schmerzhafte Entzündung in der rechten Schulter. Nun ist das in der Praxis noch nicht so aufgefallen, weil ich ja Urlaub hatte.

Am 27.12.2013 habe ich es kaum noch ausgehalten, bin zu meinem Chef und habe meine Schulter/Arm/Schmerzen vorgestellt. Dieser drückte ein bisschen auf der Schulter rum und bog den Arm hin und her und trieb mir damit Tränen in die Augen. Ich bekam ein Schmerzmittel, Anweisungen für Bewegungsübungen und ansonsten absolutes Bewegungsverbot, explizit Bogenschießen, Reiten, Hausarbeit, Pferdeversorgung und alles was weh tut. Also so ziemlich alles. Badezimmerrenovierung fiel nun auch flach… 

Mit dem Schmerzmittel ging es dann so leidlich mit den Schmerzen, zumindest nach einigen Tagen. Am 31.12. musste ich dann vormittags noch arbeiten und das Röntgen fiel mir doch recht schwer. Weshalb ich dann meine Lieblingskollegin bat, für mich weiter zu röntgen. Das war auch kein Problem. 

Danach hatte ich dann wieder Urlaub und musste erst heute wieder arbeiten. Da meine Schulter immer noch nicht in Ordnung ist, habe ich am Freitag meine Chefin angerufen und sie gebeten, mir einen anderen Arbeitsplatz zuzuweisen, als das Röntgen, da ich glaube, dass wenn ich meine Arme ständig nach Oben strecken muss und dabei noch die schwere Röntgenröhre hin und her schiebe, wird es wieder schlimmer. Sie haben mich dann für die Anmeldung eingeteilt. 

Dieser Dienst geht von 09.00 – 12.30 Uhr und von 14.30 –  19.00 Uhr und davon muss ich eigentlich nur bis 12.30 Uhr bleiben. 

Um 12.35 Uhr war ich noch da, weil ich noch etwas abarbeiten musste. Da kommt eine Kollegin aus dem Zimmer und sagt zu mir, ich müsse noch den und den Patienten röntgen. Ihr nur kurz gesagt, dass ich nicht zum Röntgen eingeteilt bin. Sie fragt, wer denn röntgt. Ich sage ihr, dass dies  die „Neue Kollegin“ tut. Diese sitzt an der Anmeldung (quasi mein Platz) und vergibt einen Termin (quasi meine Aufgabe, wenn ich denn noch Dienst hätte). Die Kollegin sagt nun der „Neuen Kollegin“ bescheid und diese schaut mich genervt an, und meint, wenn sie jetzt Röntgen müsste (hallo, sie ist dafür eingeteilt!), dann müsste ich den Termin vergeben (eigentlich wäre ich gar nicht mehr da und sie könnte locker den Termin vergeben und dann röntgen) schiebt polternd den Schreibtischstuhl zurück und stampft ins Röntgen. Netterweise (der Klügere gibt nach…) setzte ich mich an die Anmeldung und mache noch Dienst bis 13.00 Uhr, da sie sich nicht wieder an der Anmeldung blicken lässt. 

Allerdings zieht sie jetzt eine Kollegin nach der anderen ins Röntgen und lästert darüber, dass ich nicht mal eben eine Röntgenaufnahme machen könne.

Mir platzt fast der Kragen. Mit so einer Schulterentzündung sind Patienten meist einige Wochen krank geschrieben. Ich konnte mich gerade noch beherrschen, sie gleich anzufauchen, weil ich denke, das hätte richtig Trouble gegeben. Nun lasse ich das nicht auf mir sitzen. Morgen ist ein Gespräch vorgesehen!!! 

…obwohl der ja gar nichts dazu kann… ABER…

Ich möchte heulen. Oder schreien. Oder etwas kaputt machen. Vielleicht das Auto von dem Besitzer der Roververtretung? Ja, habt ruhig Angst ihr Nasen. Ihr könnt ja mal an einer Hand abzählen, wie viele Landrover-Vertretungen es in Niedersachsen noch gibt…

Der letzte Stand der Dinge war ja nun, dass der Freelander keine Fehlermeldung macht, aber nun augenscheinlich doch kaputt ist. Qualmt ohne Ende.

Als ich ihn am Samstag in die Werkstatt brachte und der nette Abschlepper schon sagte, dass das nicht nur Wasserdampf ist, sondern es ja leicht bläulich rauchen würde und wohl der Turbo kaputt sei, wurde dies ja noch vehement vom Service-Mitarbeiter dementiert. Auch die Zylinderkopfdichtung sei keine Option. So etwas geht beim dem Wägelchen quasi NIEMALS kaputt (wer lust hat, kann ja mal wahlweise blauen, weißen oder schwarzen Qualm Freelander in eine Suchmaschine eingeben, da kommen tausende von Treffern).  Das wäre ja bestimmt nur ein kleines Schläuchilein, welches sich boshafter weise irgendwovon gelöst hätte. Das ist in nullkommanix wieder repariert.

Montag: „Wir können noch nicht sagen, was er hat…“

Dienstag: „Also wir können noch nicht sagen was er hat. Kaufen sie sich einen neuen Wagen, das wird teuer…“

Mittwoch: „Genau wissen wir es noch nicht…“

Donnerstag: „Es ist die Öleinspritzdüse, kostest ca. 500 Euronen“

Ich freue mir einen Keks, weil sonst, wenn das Roverlein etwas hat, liegt die Reparatur meist locker beim Doppelten. Freudestrahlend fahre ich nach Hause und der Mann ist auch überglücklich…

Dann kommt der Freitag. Der Mann ruft an und sagt, die von der Landroververtretung haben angerufen. Die defekte Düse ist ausgetauscht und nun haben sie festgestellt, dass der Turbo kaputt ist und Öl in den Auspuff gelaufen ist.

So ein Turbolein kostet mit Einbau eben mal 2200 Teuronen.

Prima!!! (Habe ich schon erwähnt, dass ich auch sarkastisch sein kann *hüstel*)

Gut, für 2700 € bekommt man keinen neuen Wagen, allerdings hat der mein Roverlein immerhin knapp 243000 Kilometer auf dem Buckel. Die Kupplung ist auch nicht mehr so ganz in Ordnung, kann noch 20000 Kilometer halten, oder auch übermorgen kaputt gehen – 3000 Euro. Und es kann doch auch die Zylinderkopfdichtung  noch defekt sein – 700 Euro. Und wenn der Zylinderkopfdingens einen Riss hat? – Unbezahlbar!!!

Die Überlegung ist nun die, lasse ich es darauf ankommen, stecke noch 2200 Euronen (die 500 € muss ich ja schon auf alle Fälle bezahlen) rein und er lebt noch zwei Jahre bei uns oder er verreckt dann gleich richtig und das Geld ist futsch. Risiko…

Natürlich hatten sie dann gleich den richtigen gebrauchten Neuen für mich da, der gefällt mir auch ganz gut und ja, es gibt hier auch ein ABER.

Landrover Freelander TD4 eS 2.2.2 Erstzulassung 10.2011, 22500 km runter, 25638 Euro. Der Verkäufer meinte, ich würde noch 4400 € für meinen alten bekommen und das könnten wir dann als Anzahlung nehmen, denn ich habe nicht eben mal fünfundzwanzigtausendsechshundertachtunddreißig Euro. Ein bisschen lege ich noch oben drauf und dann passt es auch. 

Der Neue wurde von dem Vorbesitzer gegen  eine Erhöhung gefahren, ich denke, Bordstein, denn der rechte Reifen ist so abgeschrabbelt, dass man nicht mehr sehen kann, wie der Reifen heißt und die Alufelge ist ein wenig angeschrabbelt. Ich möchte, dass die Spur vermessen wird. Dann hat er ein paar Lackschäden. Die will ich weghaben. Dann hat er keine Anhängerkupplung, die will ich haben. Dann ist er kurz vor der nächsten Inspektion. Die will ich auch haben. Und die Reparaturkosten für den Alten, soll Land Rover übernehmen. Das sind meine Forderungen, dann drehe ich auch nichts am Preis. Ach ja und 12 Monate Werkstattgarantie… …und TÜV und ASU neu. 

Da wird der Verkäufer komisch. Ich bekomme kein schriftliches Angebot und werde quasi rauskomplimentiert. Auf einmal muss mein Auto noch angeschaut werden, damit man den Restwert bestimmen kann. Und dann muss er das mit seinem Chef absprechen. Er ruft mich dann bis 18.00 Uhr an. 

Auf diesen Anruf warte ich jetzt immer noch. 

Was soll man denn jetzt machen? Ich brauche einen Wagen und bin jetzt eine Woche ohne. Ich denke, wir fahren morgen mal zu VW und schauen, was dort zu machen ist… …oder zu Nissan… …oder oder oder oder… …es gibt ja nicht nur Land Rover, ne???